Ist eine Badewanne mit Tür in Ihrem Fall eine gute Lösung?

​Vermutlich fällt Ihnen das Baden immer schwerer und Sie sind auf der Suche nach einer Lösung, weil Sie auf ein entspannendes Vollbad nicht verzichten wollen. Hier gibt es viele Optionen, die zwar häufig genutzt werden, aber nicht optimal sind, was sich dann jedoch meistens erst nach einem teuren Fehlkauf herausstellt. Wir haben für Sie in diesem Artikel die häufigsten Lösungen für altersgerechtes Baden analysiert und die jeweiligen Vor- und Nachteile aufgezeigt.

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Lieber ein bisschen zu früh als viel zu spät

Kennen Sie schon den vielleicht gefährlichsten Ort in Deutschland? Es ist Ihre eigene Wohnung oder Ihr eigenes Haus! Jährlich ereignen sich 2,7 Millionen Unfälle im Haushalt, davon sind 80 % Stürze. Allein 250.000 Unfälle pro Jahr passieren im eigenen Bad. Die Hauptgefahrenquelle ist das Ausrutschen auf den Fliesen, in der Dusche oder vor allem in der Badewanne. Leider gibt es ein paradoxes Phänomen in Deutschland: die meisten Menschen interessieren sich erst dann für eine Lösung in ihrem Bad, wenn bereits ein Unfall passiert ist. Generell betrifft die Unfallquelle im Bad Senioren mit Bewegungseinschränkungen natürlich häufiger als junge Menschen. 

​Gerade Senioren mit Ihrer großen Lebenserfahrung sollten wissen: „Ein Zeichen von Intelligenz ist das Lernen aus Fehlern. Ein Zeichen von großer Intelligenz ist das Lernen aus den Fehlern von anderen.“ Das erspart Ihnen viele Schmerzen, Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und dazu noch „Lehrgeld“ in monetärer Form. Man kann  sich also nicht zu früh mit Lösungen für das eigene Bad beschäftigen und sollte hier auch keine Mindest-Altersgrenze ziehen.

Die gängigsten Lösungsansätze

Da es zu diesen Themen kaum eine öffentliche Aufklärung in den Medien gibt, sehen die meisten Kunden bei Bekannten oder Freunden eine mehr oder weniger ideale Lösung und beginnen sich dafür zu interessieren. Zum Beispiel haben die Bekannten den berühmten Badewannenstuhl von der Krankenkasse bekommen, praktisch kann damit aber niemand zufriedenstellend baden. Nachdem aber keine anderen Lösungen bekannt sind, versuchen sie, diesen Badewannenstuhl zu bekommen und sind in der Folge meistens unzufrieden. Oder sie sehen eine Badewanne mit Tür und vermuten, dadurch komfortabel in die Badewanne gelangen zu können. Was meist übersehen wird, ist, dass man trotzdem mit dem Gesäß in die Wanne hinunter-  und, was meist noch viel komplizierter ist, auch wieder nach oben kommen muss! Man kann ja nicht einfach die Tür nach dem Baden öffnen und sich heraus spülen lassen. Gestatten Sie dieses einfache Bild, aber die Notwendigkeit eines zusätzlichen Liftes wird wirklich oft bei der Badewanne mit Tür übersehen. Eine sogenannte Badewanneneinstiegshilfe wird also sehr oft gesucht und die Kunden finden meist nur das, was der jeweilige Anbieter gerade im Sortiment hat.

Die Altersgerechte Dusche

Bei den örtlichen Sanitärbetrieben wird seit Jahren die sogenannte altersgerechte Dusche sehr stark nachgefragt. Was versteht man unter einer altersgerechten Dusche? Oder unter einer barrierefreien Dusche? Der Eingang zur Dusche muss  bodengleich, also ohne Stufe sein, man kann also auch mit einem Rollstuhl in die Dusche gelangen. Außerdem sind die Maße der Tür entsprechend breit und auch der Platz außerhalb der Dusche so groß, dass jemand mit Einschränkungen oder mit dem Rollstuhl in die Dusche kommt. Das klingt natürlich in der Theorie sehr gut, aber welche Art, Körperpflege zu betreiben, ist das in der Praxis? Kurz und knapp gesagt: Duschen im Sitzen! Selbst wenn man nicht im Rollstuhl sitzt, aber Bewegungseinschränkungen hat, kann man nicht im Stehen duschen, ohne sich mit einer Hand festhalten zu müssen. Das macht zum Beispiel den Vorgang des Haarewaschens so gut wie unmöglich. Dies wird auch von Fachkräften aus dem Pflegebereich ohne Zögern  bestätigt. Also bleibt nur noch das Duschen im Sitzen. Uns sind viele Kunden bekannt, die sich solche Duschen einbauen ließen, diese jetzt aber wieder entfernen lassen und sich erneut eine normale Badewanne in Kombination mit Einstiegshilfe und einem  Badewannenlift zulegen. Auch hier gilt: sparen Sie sich viel Geld und kaufen Sie gleich das Richtige. Oft ist sogar die günstigste Lösung die beste Lösung. Vielleicht ist das der Grund, warum die beste Lösung kaum bekannt ist.

Die 95-Prozent-Lösung

Was ist denn die nun die beste Einstiegshilfe für die Badewanne? Die beste Badewanneneinstiegshilfe ist die, die auch gleich das Problem des Hinunter- und wieder Heraufkommens in der Badewanne löst. Und das ist das Verblüffende: für 95% aller von uns beratenen Kunden hat die Anschaffung des richtigen Badewannenliftes gereicht, alle diesbezüglichen Probleme auf einmal zu lösen. Dabei ist wichtig, dass der Badewannenlift gleich hoch ist wie der Wannenrand Ihrer Badewanne. Nachdem es die Badewannenlifte passend für alle Badewannenhöhen gibt, ist das ein leicht zu lösendes Problem. Ist Ihr Badewannenlift in der Höhe wie Ihre Wanne, können Sie sich zunächst auf den Badewannenrand und den Lift setzen und einfach langsam in Richtung Wanne rutschen. Im Anschluss sitzen Sie dadurch nur noch auf dem Lift. Entsprechend dem System betätigen Sie den Schalter zum Herunterfahren und Sie sitzen kurz darauf auf dem Wannenboden. Wohlgemerkt auf dem Wannenboden und nicht 10 – 15 cm darüber wie bei dem Krankenkassen-Badeliftsystem. Sie können jederzeit nach vorne oder zurück rutschen, sich in die Badewanne legen und entspannen. Wenn Sie mit dem Baden fertig sind, drücken Sie den Knopf  Ihres Badewannenliftes zum Herauffahren und können einige Sekunden später sitzend die Beine über die Wanne heben und wieder heraussteigen. Somit haben Sie die Hauptunfallquelle in der Badewanne vermieden: Sie stehen nicht auf dem nassen, durch einen Badezusatz oder Shampoo glitschigen Badewannenboden. Wie oben erwähnt: für 95% aller von uns beratenen Kunden ist das genau die perfekte Badewanneneinstiegshilfe.

Weitverbreitete Irrtümer

 Wir möchten auch noch mit ein paar falschen Interpretationen von Badewannenlösungen aufräumen: eine Badewanne mit Einstiegshilfe wird in der Regel als eine Badewanne mit Tür angesehen. Es werden jedoch noch andere Einstiegshilfen für Badewannen angeboten. Zum einen gibt es einen Griff, der am Wannenrand zum Festhalten montiert wird. Darüber hinaus gibt es Stufen oder Tritte, mit denen man leichter über den Wannenrand kommen soll. Das Problem ist aber bei beiden Lösungen, dass die Hauptunfallquelle, das Ausrutschen in der rutschigen Wanne, in keinster Form gelöst wird. Dies ist jedoch gefährlich und kann somit in keiner Weise empfohlen werden.

Oft nachgefragt wird auch eine Sitzbadewanne mit Tür. Diese erleichtert in aller Regel den Einstieg in die Badewanne. Das ist einfach Baden im Sitzen, was bedeutet, dass man nicht vollständig im Wasser liegen kann. Würden Sie dies als Vollbad bezeichnen? Die Investition für diese „Notlösung“ ist außerdem sehr hoch, wenn man den sehr überschaubaren Nutzen in Betracht zieht.

​Fazit

Von welcher Seite man das Thema auch betrachtet, liegt es nahe, dass eine Fachberatung sinnvoll ist. Es gibt eine schwer überschaubare Vielfalt an Produkten, aber welches ist für Sie die beste Lösung? Diese Lösung muss sich an Ihren aktuellen und zukünftigen Einschränkungen orientieren, an Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus. Nicht zuletzt muss  das Ganze auch noch zu Ihren finanziellen Möglichkeiten passen. Deshalb möchten wir Ihnen nahelegen, dass sich ein Fachmann die Situation bei Ihnen vor Ort ansieht und Sie Ihre Wünsche äußern können. Ein guter Fachhändler macht das unverbindlich und ohne Kosten für Sie.

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