Verwirrende Begriffe: Sind Elektromobil, Elektrorollstuhl und Seniorenmobil genau das Gleiche?

​Rollstuhl, Elektrorollstuhl, Elektromobil, Seniorenmobil, Scooter, Seniorenscooter, Emobil – verstehen Sie noch, welches Fahrzeug eigentlich wie bezeichnet wird? Keine Sorge, dieses Problem haben die meisten Menschen die sich hierfür interessieren am Anfang. Im folgenden Artikel werden wir diesbezüglich jedoch „Licht ins Dunkel bringen“.

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Die Anzahl dieser Fahrzeuge ist in Deutschland immer noch stark begrenzt. Auch wenn Länder wie die Niederlande oder Belgien hier gegenüber Deutschland noch einen Vorsprung von mindestens 10 Jahren haben, sind die Zuwächse auch hierzulande schon enorm. Da auch andere Entwicklungen wie Fahrräder oder Elektrofahrräder aus diesen Ländern zu uns kamen, ist die Entwicklung vorauszusehen: Es wird in Deutschland in den nächsten 10 Jahren sehr viel mehr Fahrzeuge aus diesem Bereich geben! Höchste Zeit also, sich mit den einzelnen Begrifflichkeiten vertraut zu machen.

​Im Großen und Ganzen gibt es hier zwei Arten von Produkten:

Darstellung des Unterschiedes der Produktgruppen Elektromobil und Elektrorollstuhl

​1.Rollstuhl und Elektrorollstuhl:

Ein Rollstuhl ist für Personen gedacht, die diesen permanent brauchen. Mit permanent ist gemeint, Sie nutzen ihn sowohl innerhalb der eigenen Wohnung als auch außerhalb. Das bedeutet auch, dass der Nutzer nicht umsteigt, sondern in seiner kompletten gewohnten Umgebung damit fährt. Er erledigt seine Einkäufe, Arztbesuche und weitere Termine mit dem Rollstuhl. Der manuelle Rollstuhl wird über die Armkraft bewegt, was langfristig in aller Regel zu weiteren gesundheitlichen Schäden führt. Deshalb setzt sich in diesem Bereich immer mehr der elektrische Rollstuhl durch. Dieser hat einen Elektromotor und wird über einen Joystick oder über eine Kinn- oder Kopfsteuerung gesteuert. Elektrische Rollstühle werden zwischen 2000 und 20000 Euro angeboten. Eine ausführliche Beratung ist deshalb sehr wichtig, um Fehlkäufe zu vermeiden. Der Unterschied zur zweiten Kategorie ist auch für den Laien leicht erkennbar: der elektrische Rollstuhl verfügt über keine Lenksäule wie die Kategorie der:

​2.Elektromobile, Seniorenmobile, Scooter, Seniorenscooter, Emobile:

​Diese Art der Mobile ist auf den Gebrauch außerhalb der Wohnung ausgelegt. Es gibt viele Menschen, die sich in Ihrer Wohnung ohne Probleme oder mit einem Rollator bewegen können, aber sich außerhalb Ihres Hauses maximal sehr kurze Strecken von einigen Metern ohne große Schmerzen fortbewegen können. Falls Sie sich in dieser Beschreibung selbst wiedererkennen, sind sie der ideale Nutzer eines Elektromobils und können auf diese Weise sehr viel verlorene Lebensqualität wiedergewinnen.

​Wieso gibt es dann so viele verschiedene Begriffe?

​Sie fragen sich nun vermutlich wieso man diese vielen verwirrenden Begriffe eingeführt hat. Es begann mit dem Begriff Elektromobil und der Abkürzung dazu, “Emobil“ oder „E-Mobil“. In Deutschland wird das Elektromobil immer noch als Fortbewegungsmittel betrachtet, das ausschließlich für ältere Menschen bestimmt ist. Wer schon einmal in Amerika war, hat gesehen, dass diese Mobile in den großen Supermärkten vor der Tür stehen. Die Kunden können sich diese für die Zeit des Einkaufs ausleihen um die großen Ladenflächen durchqueren zu können. Im Ausland gehen die Menschen mit diesen Mobilitätshilfen viel entspannter um als in Deutschland. Hier gibt es immer noch Menschen die denken, dass die Benutzung eines Elektromobils Sie als alt abstempeln würde. Wir stellen hier allerdings gerade eine gravierende Veränderung fest. Aufgrund der derzeitigen Diskussion um Diesel-Fahrverbote kommen auch immer mehr Interessenten für Elektromobile zu uns, die damit anstelle des Autos in der Stadt fahren möchten. Da man mit den Mobilen auf Gehwegen, Fahrradwegen oder der Straße fahren kann, bewegt man sich in den Metropolen auch schneller als mit dem PKW. Hier entsteht gerade ein sehr großer zusätzlicher Markt. In der Zukunft wird als voraussichtlich das Wort „Senioren“ in Verbindung mit diesen Mobilen immer mehr in den Hintergrund treten.
Der Begriff Scooter kommt ursprünglich aus dem Bereich der Motorroller, also der Zweiräder. Nachdem diese zwischenzeitlich auch als Elektroroller verkauft werden, hat man den Begriff auf diese Produktgruppe umgelegt. Diese Roller werden überwiegend in China produziert, die meisten davon in einer gelinde gesagt minderwertigen Qualität. Daraus resultieren die sehr günstigen, fast schon unwirklich erscheinenden Preise. Teilweise werden diese Scooter schon für unter 1000 Euro angeboten. Ob man mit einem Fahrzeug für diesen Preis langfristig sicher unterwegs ist, ist zumindest zu bezweifeln. Die Hersteller haben damit angefangen, nun auch Scooter mit 3 Rädern anzubieten. Diese sehen den Elektromobilen sehr ähnlich, sind aber eine ganz andere Produktgruppe. Generell lässt sich sagen, jedes Mobil mit über 15 km/h Geschwindigkeit ist ein Roller und kein Elektromobil. Das Elektromobil ist rechtlich betrachtet ein Krankenfahrstuhl mit den entsprechenden Vorteilen. Die Vorteile sind: man braucht keinen Führerschein, man bezahlt keine KFZ-Steuer, man kann auch auf Gehwegen und Fahrradwegen fahren, man kann in Supermärkte fahren. Mit Ausnahme der KFZ-Steuer gelten diese Vorteile nicht für die Scooter oder Elektroroller.

​Welche der beiden Produktgruppen ist die Richtige für Sie?

​Wie immer geht es nicht um Produkte, sondern um Ihren Bedarf. Wenn Sie Strecken bis zu 50 Kilometer für die Hin- und Rückfahrt zurücklegen möchten, können Sie die Vorteile der Elektromobile nutzen. Sie dürfen grundsätzlich die Geschwindigkeit eines Elektromobils oder Scooters nicht mit dem Auto vergleichen. Aktuelle oder ehemalige Autofahrer denken meistens, dass 10 oder 15 km/h eine Geschwindigkeit darstellt, bei der man wohl beim Fahren einschläft. Dem ist aber nicht so, die Geschwindigkeit auf einem offenen Fahrzeug wirkt immer schneller als in einem geschlossenen PKW. Wenn Sie aber größere Entfernungen als 50 Kilometer an einem Tag zurücklegen müssen, ist sicher ein Scooter zu empfehlen. Das natürlich nur unter der Voraussetzung, dass sie ihn sicher bedienen können. Dies gilt für die meisten Menschen mit körperlichen Einschränkungen jedoch nicht. Denken Sie auch daran, dass ein Fahrzeug mit steigender Anzahl an Rädern zunehmend sicherer wird.
Eine weitere sehr wichtige Frage ist, wer Ihnen für Kundendienste und eventuelle Reparaturen zur Verfügung steht. Sehr viele Scooter werden zu Schleuderpreisen über das Internet verkauft und die Händler bieten in der Folge keinerlei Serviceleistungen an. Bei diesem Modell haben Sie natürlich auch keinen Vor-Ort-Service bei Ihnen zu Hause, um sich überhaupt über Ihren genauen Bedarf klar zu werden. Auf dem Papier haben Sie selbstverständlich 24 Monate Gewährleistung. Diese ist in der Praxis allerdings nur sehr schwer in Anspruch zu nehmen. Hierzu müssten Sie Ihr Fahrzeug nämlich wieder zu diesem Händler bringen, um dann Kundendienste und Reparaturen durchführen zu lassen. Viele Händler empfehlen tatsächlich, die Palette und das Verpackungsmaterial der Lieferung aufzuheben für diese Rücksendungen. Für Menschen mit Einschränkungen ist das natürlich keine praktikable Lösung.

​Fazit

​Da sich die Hersteller von Elektromobilen immer weiter auf die Bedürfnisse Ihre Kunden einstellen, gibt es nun auch für alle Bedürfnisse spezielle Lösungen. Für Menschen die das Mobil in ein Auto laden möchten, gibt es nun zerlegbare oder faltbare Elektromobile. Die zerlegbaren Mobile sind ohne Werkzeug innerhalb von 20 Sekunden in vier Teile zu zerlegen und passen in praktisch jedes Auto. Die faltbaren Mobile gibt es zwischenzeitlich sowohl in einer manuell faltbaren als auch in einer elektrisch faltbaren Ausführung. Des Weiteren gibt es ein Mobil, das mittels einer im PKW montierten Rampe mittels einer Fernbedienung ohne jede körperliche Anstrengung in das Auto verfrachtet werden kann. Auch wenn es um den Regenschutz geht, haben die Emobile die Nase weit vorne. Es gibt als Zubehör ein Dach, das man je nach Wetterlage auf- und zurückklappen kann. Alternativ gibt es ein fest montiertes Dach. Dieses kann man im Frühjahr abnehmen und im Herbst wieder montieren. Für Kunden, die generell geschlossen und geschützt von Wind und Wetter fahren möchten, gibt es auch Kabinenmodelle. Diese Modelle mit Dach gibt es auch in der Produktgruppe Elektroroller, womit wir wieder zu den Unterschieden in den Kundenbedürfnissen von oben zurückkommen. Für alle Entscheidungen benötigt man realistisch Betrachtet eine persönliche Fachberatung, um teure oder sogar gefährliche Fallstricke beim Kauf eines Elektromobils zu vermeiden. Gerne können Sie sich durch das unter diesem Artikel stehende Kontaktformular mit uns in Verbindung setzen, wir freuen uns darauf!

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